Der Drachen regt sich am Horizont…

Wir hatten in der letzten Woche den Vorzug, uns mit einem Mann aus der obersten Etage von Porsche austauschen zu können, und die Neuigkeiten zur Oldtimer-Szene sind nicht eben beruhigend, die dabei heraus gekommen sind.

Wir stehen wohl vor einem großen Umbruch. China hat den Klassiker-Markt entdeckt. Es ist dort mit großem Prestige verbunden, einen europäischen Oldtimer zu besitzen. Aber die Sache hat -noch- einen Haken. Denn laut Gesetz müssen in China Fahrzeuge, die älter als 25 Jahre sind, verschrottet werden. Es gibt zwar den Schleichweg, das ganze als Kulturgut zu deklarieren, aber generell ist es eben ein großes Problem, einen Oldtimer im Reich der Mitte zu besitzen.

Inzwischen wird dieses Verbot jedoch diskutiert, und deshalb müssen wir uns auch nicht wundern, dass die Oldtimer-Messen zu Rekordpreisen leer gekauft werden. Findige chinesische Geschäftsleute mit sehr viel Geld bunkern bereits ganze Klassiker-Flotten, um den Markt bedienen zu können, wenn er sich demnächst wohl öffnen wird.

In diesem Augenblick wird der größte und wohl inzwischen auch reichste Handelsplatz der Welt den europäischen Markt regelrecht leer fegen. Was das für die Preisentwicklung bedeutet, lässt sich bisher kaum abschätzen. Aber schon jetzt gibt es Zuwächse von bis zu irrwitzigen 500% im Jahr, wenn es ein interessantes Modell ist. Der gepflegte Klassiker mit spannendem Hintergrund wird mehr denn je zum internationalen Handelsgut.

Also, Freunde, achtet auf Eure Schätze, es kommt etwas auf uns zu, was es so noch nicht gegeben hat. Und Leuten aus der obersten Etage bei Porsche kann man das abnehmen, die werden wohl wissen, wovon sie reden.

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