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Das Oldtimer-Youngtimer-Magazin der O-Y-App.com http://www.oldtimerapp.com Wed, 27 Jul 2016 15:19:52 +0000 de-DE hourly 1 „Wer Edsel sagt, meint Flop“ http://www.oldtimerapp.com/?p=1384 http://www.oldtimerapp.com/?p=1384#respond Wed, 27 Jul 2016 14:57:22 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1384 Auf der Grürmannsheide zwischen Hagen und Iserlohn in NRW wird jedes Jahr im Sommer ein großes Oldtimer-Treffen auf der grünen Wiese veranstaltet.  Wir haben uns aus den mehreren hundert Fahrzeugen vor Ort ein ganz besonderes herausgepickt, das wir hier nun einmal näher vorstellen möchten.

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Das Heck des 58er Edsel Corsair mit dem ausladenden „Continental Kit“ als Zubehör für alle, denen er noch immer zu klein war.

Mitte der Fünfziger Jahre brummte die Wirtschaft in den USA. Die Ford Motor Company in Dearborn/Michigan fertigte mit drei eigenen Marken für alle Klassen. Ford für den Standard, Mercury für die gehobene Mittelklasse und Lincoln für den Luxus. Inzwischen jedoch gab es viele Kunden, die sich mehr als einen Ford leisten konnten, für die ein Mercury aber noch zu kostspielig war. Um deren Abwanderung zur Konkurrenz zu verhindern, sollte eine neue Marke genau dazwischen etabliert werden. Virtuos wurden im Vorfeld Gerüchte gestreut und die Neugierde wuchs in der Öffentlichkeit, was denn da schon bald erscheinen sollte. Ganz neues Design, fortschrittliche Technik und reizvolle Detaillösungen wurden bereits angepriesen. Das „E-Project“ geisterte durch den Blätterwald. Es wurde mit Nachdruck dazu nach einem adäquaten Namen gesucht, aber schon machte es die Runde, „E“ stünde als Hommage für Edsel, den 1943 mit nur 49 Jahren gestorbenen Edsel Ford, Sohn des Firmengründers Henry Ford sen. So kam die neue Marke zu ihrem Namen, obwohl die Familie Ford davon wohl nicht begeistert war. 1957 wurde das erste Modell vorgestellt. Mit einem sehr markanten Kühlergrill in der Mitte, der an Autos der 20er Jahre erinnern sollte. Dazu mit viel weniger neuen technischen Gimmicks, auf die ja alle schon so gespannt gewesen waren…

Edsel Corsair innen Kopie 2

„Tele Touch“ wurden die Vorwähltasten für das Automatikgetriebe in der Lenkradnabe genannt.

Schnell kippte die Stimmung. Die Presse fühlte sich an der Nase herumgeführt und konterte mit den ersten Verrissen. Und dann diese Nase! „Toilettensitz“ war noch einer der schmeichelhafteren Spitznamen für dieses „Ding“ da in der Mitte des Autos. Die Verkaufszahlen waren niederschmetternd. Dazu kamen Qualitätsprobleme, denn der Edsel wurde zwischen den Fords auf den selben Bändern gebaut. Und wenn nur alle Nasen lang mal ein Edsel auftaucht und der Arbeiter plötzlich andere Handgriffe aus anderen Kisten machen muss, dann leidet der Akkord. Es hieß damals sogar, die neue Marke sei von den Ford-Arbeitern regelrecht sabotiert worden!

Das erste Modelljahr 1958 war also gescheitert. Nachdrücklich verschliff man das markante Design für 1959, ein Jahr später, 1960, war das längliche Oval ganz verschwunden. Doch alles das nützte nichts. Kaum jemand wollte sich in einem Edsel verspotten lassen. Das Ford-Management zog noch 1960, nach nur wenigen Exemplaren der neuen Serie, die Reißleine und Edsel verschwand von der Bildfläche.

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Edsel Villager des Modelljahres 1959 mit deutlich zurückgenommener Nase. Aber es war zu spät. Edsels „Toilettensitz“ war bereits allgemeiner Sprachgebrauch.

Man geht davon aus, dass dieses Abenteuer in den Jahren 1957 bis 1960 im heutigen Gegenwert etwa zwei Milliarden Dollar an Verlusten eingefahren hat, eine der wüstesten Pleiten in der Geschichte des Automobilbaus. Es hieß gar: „Wer Edsel sagt, meint Pleite.“

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Das „Oval“ der Nase begegnet einem am Edsel in zahlreichen Details, wie hier am Schaft des Außenspiegels.

Heute hat sich das natürlich alles längst verschoben. Die wenigen Edsel, die überlebt haben, sind begehrte Sammlerstücke. Die Ersatzteilsituation der Großserie macht das Fahren unproblematisch, lediglich die speziellen Teile, wie Embleme, Zier- und Blechteile der Außenhaut, wollen teuer bezahlt sein, weil sie so selten sind. Hier sehen wir den Edsel Corsair Modell 1958, mit fast sieben Liter großem V8-Motor und 345 SAE-PS. Das Auto gehört Michael Kistinger, der auch eine schöne Homepage zum Thema gestaltet hat.

Unter www.edsel.kistinger.com gibt es jede Menge Wissenswertes rund um den vielleicht größten Flop der US-amerikanischen Automobilgeschichte.

Text/Fotos: Achim Gandras/oldtimer-app.com

 

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Die erste selbsttragende Ganzstahl-Karosserie http://www.oldtimerapp.com/?p=1378 http://www.oldtimerapp.com/?p=1378#respond Thu, 21 Jul 2016 10:55:38 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1378 Der begabte Ingenieur Friedrich Eugen Maier (1898-1976) erlebte als Pilot den 1. Weltkrieg und studierte anschließend in Karlsruhe Maschinenbau mit Abschluss 1923. Bald machte er Karriere als Flugwerftleiter für die Dessauer Hugo Junkers Werke in Kolumbien. 1930 Rückkehr nach Deutschland. Maier begann mit der Entwicklung seines „Volkswagens“. Dabei erfand er die selbsttragende Ganzstahl-Karosserie!

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Hugo Junkers fiel bei den Nazis in Ungnade, weil er bei der Aufrüstung nicht mitmachen wollte, und auch Maier konnte bald nicht mehr an seinem Projekt arbeiten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde seine Werkstatt in Berlin-Charlottenburg beschädigt, Maier wurde in Russland interniert und kehrte schließlich in seinen zerstörten Betrieb zurück, um dort fortan mit Frau und Tochter unter widrigen Umständen zu leben. Er starb vollkommen verarmt 1976. Lange hatte er gehofft, eines Tages die Früchte für seine zahlreichen Patente zu ernten. Vergeblich.

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Das Auto tauchte im Nachlass auf und es dauerte ganze 30 Jahre, bis seine Bedeutung wirklich ans Licht kam: Die weltweit erste Limousine mit selbstragender Ganzstahl-Karosserie. Aber nicht nur das: Auch der erste voll verstellbare Fahrersitz war an Bord, dazu mitlenkendes Kurvenlicht und ein verstellbares Fahrwerk. Ursprünglich befand sich in diesem Prototyp von 1933-35 ein 600ccm-Zweitaktmotor von DKW.

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Der Urahn aller Kabinenroller: L´Oeuf Electrique von 1942 http://www.oldtimerapp.com/?p=1367 http://www.oldtimerapp.com/?p=1367#respond Fri, 08 Jul 2016 16:50:38 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1367 Der französische Designer und Künstler Paul Arzens (1903-1990) ist einer der bevorzugten Gestalter der französischen Staatsbahnen SNCF gewesen. Aber bereits vor dem Krieg hatte er sich einen eigenen Roadster gebaut, der für viel Aufsehen sorgte. Für „La Baleine“, den Wal, nahm er ein Buick-Chassis der späten 20er Jahre und baute 1938 eine Sieben-Meter-Karosse darauf. Hintergrund für diese enorme Größe war der Platz. In den Kofferraum passten auch ausladende Entwürfe und den Innenraum nutzte Arzens als Atelier…

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La Baleine, der „Wal“ von 1938 auf Buick-Fahrgestell.

Dass ihm dieses Auto für die Pariser Innenstadt dann vielleicht doch zu groß geworden ist, beweist sein spektakulärer Entwurf von 1942: „L´Oeuf Electrique“, das elektrische Ei. Fast schon der Bionik entlehnt präsentiert sich dieser Urvater aller Kabinenroller der 50er Jahre. Und die Rechnung ist ganz einfach. Kaum eine Form ist stabiler als die Kugel und nirgendwo bekommt man so viel Innenraum im Verhältnis zur Außenschale!

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Das Ei von hinten.

Paul Arzens wurde, so wird es erzählt, eines Tages damit in der Pariser Innenstadt von einem sehr interessierten Passanten angesprochen. Kein Geringerer als Ettore Bugatti persönlich war auf das Ei aufmerksam geworden. Dem Leichtbau-Pionier dürfte das Ding auch gefallen haben.

Paul Arzens bewegte das kleine Mobil zuerst mit Elektromotor und großem Blei-Akku, später setzte er einen kleinen Zweitakter ins Heck.

Beide Autos, la Baleine, den Wal und das Ei, hat der berühmte Designer Zeit seines Lebens bewegt! Sie stehen heute als Leihgabe im Nationalmuseum der Franzosen, in der Collection Schlumpf in Mülhausen.

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Heinkel Kabinen und deren Lizenzbauten von Trojan und Dundalk. Gebaut ab 1956, ganze 14 Jahre später.

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8. Schloss Bensberg Classics http://www.oldtimerapp.com/?p=1358 http://www.oldtimerapp.com/?p=1358#respond Sun, 03 Jul 2016 21:33:45 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1358 An diesem ersten Wochenende im Juli feierten die Freunde besonderer Sammlerfahrzeuge die 8. Schloss Bensberg Classics hoch über der Rheinebene mit Blick auf Köln. Nach der Technischen Abnahme am Freitag freuten sich rund 80 Teilnehmer auf eine Rallye über die schönen Straßen des Bergischen Landes. Pause wurde in der Mittagszeit im Hof des barocken Wasserschlosses Ehreshoven bei Overath gemacht. Das Wetter war durchwachsen wie im April. Immer wieder schien die Sonne, aber auch immer wieder gab es teils ordentliche Regenschauer. Das alles tat der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch.  Viele Gäste fanden sich am Sonntag ein, um dem Concours d´Elegance im Schlosshof beizuwohnen. Dort gab es wirklich einige sehr seltene und exklusive Raritäten zu sehen.

Peugeot 402 Darl´Mat DSF 1938 Kopie

Unser Favorit: Peugeot 402 Darl´Mat von 1938

Uns gefiel ganz besonders ein Peugeot 402 mit Sonderkarosserie von Darl´Mat. Mehr Bilder gibt es bei uns auf Facebook:

https://www.facebook.com/427865330634863/photos/pcb.1056390021115721/1056388761115847/?type=3&theater

Bentley 3Litre 1924 4 1:2 1927

Bentley 3 Litre von 1923 mit 4 1/2 Litre – Vierzylinder, der noch vor 1930 im Bentley-Werk Cricklewood bei London nachgerüstet wurde. Mit solchen Autos gewann man die 24 Stunden von Le Mans. Auch dieser Open Tourer war im Bensberger Schlosshof zu sehen.

 

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Hotchkiss – Ein Amerikaner in Paris http://www.oldtimerapp.com/?p=1349 http://www.oldtimerapp.com/?p=1349#respond Mon, 20 Jun 2016 21:54:03 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1349 Die aktuelle Ausgabe der Austro Classic, der großen Fachzeitschrift aus Österreich, beschäftigt sich in einer umfangreichen Titelgeschichte mit dem französischen Automobilproduzenten Hotchkiss aus St. Denis bei Paris. Benjamin Berkley Hotchkiss (1826-1885) war ein Ingenieur aus den Vereinigten Staaten, der 1867 nach Frankreich ging, um dort eine Waffenfabrik zu eröffnen. Schnell avancierte das Unternehmen zu einem der großen Lieferanten für das französische Militär. Ab 1903 wurden auch Automobile produziert. Wichtige Erfindungen von maßgeblichem Einfluss wurden realisiert, wie die Kraftübertragung mittels Kardanwelle auf ein Differential an der Hinterachse, die an Blattfedern aufgehängt war. Dieser „Hotchkiss-Antrieb“ war richtungsweisend. Große Zeiten im Motorsport erlebte man in den 30er und späten 40er Jahren, als es gleich sechsmal gelang, mit einem Hotchkiss die Rallye Monte-Carlo zu gewinnen.

Hotchkiss Antheor Chapron 1952

Hotchkiss Antheor mit Karosserie von Chapron, 1952. Das Auto im Fundzustand wurde auf der Classic Expo in Salzburg 2015 gezeigt.

Bereits 1922 hatte man mit Henry Mann Ainsworth einen Engländer zum Geschäftsführer bestellt. Dieser wandte sich von Bestrebungen ab, ins Luxussegment vorzustoßen und setzte stattdessen auf eine schlichte Oberklasse. 1937 fusionierte Hotchkiss mit den Kleinwagenspezialisten von Amilcar, jedoch sollten vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges nur wenige Exemplare einer gemeinsamen Entwicklung produziert werden. Es war eine Konstruktion des Frontantriebs-Pioniers Jean-Albert Grégoire (1899-1992), der nach dem Krieg noch einmal eng mit Hotchkiss zusammenarbeiten sollte. Sein „Tracta“ war 1924 das erste Serienauto der Welt mit Frontantrieb. Der „Compound“, die Entwicklung für Amilcar, war ein Fronttriebler mit selbsttragender Alu-Karosserie. Nach dem Krieg avancierte eine ähnliche Konstruktion Grégoires zum Panhard Dyna X, der ebenfalls Automobilgeschichte schrieb.

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Hotchkiss-Grégoire Berline JAG von 1953 mit 2188ccm-Vierzylinder- Boxer und 80 PS.

Henry Mann Ainsworth ging bei Kriegsausbruch ins Exil nach England, wo er wichtige Kontakte zu Willys Overland knüpfen konnte. Später wurden deren Jeeps bei Hotchkiss für den europäischen Markt gebaut, eine überlebenswichtige Einnahmequelle. In den mageren Nachkriegsjahren wurde die Automobilproduktion in Frankreich stark reglementiert. Hotchkiss durfte keine Vierzylinder, sondern nur die großen Dreieinhalbliter-Sechszylinder wieder bauen, mit denen man nur schwer in Konkurrenz zum günstigen Citroen 15 CV Traction Avant aus der Großserie treten konnte. 1949 erwarb Hotchkiss daher die Rechte am „Grégoire R“ einem Fronttriebler mit Zweiliter-Vierzylinder-Boxer. Das Auto mit seiner recht eigenwilligen Form und sehr betonter Nase floppte mit lediglich 248 Exemplaren.

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In Jahren des Aufbaus triumphierte schließlich die Großserie und die letzten großen Namen der exklusiven Klassen verschwanden nach und nach. Delahaye wurde 1954 von Hotchkiss gekauft, Talbot-Lago starb 1959, Bugatti 1963. Hotchkiss überlebte durch die Jeep-Fabrikation, konnte 1954 aber nur noch fünf eigene Autos ausliefern. Endlich kam es zum Aufkauf durch den Hausgeräte-Hersteller Brandt, und unter dem Label Hotchkiss-Brandt wurden bis 1966 in Stains bei Paris noch über 27.000 Jeeps produziert, dazu ein paar LKW und Busse. 1971 schließlich kam das Ende.

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Die aktuelle Ausgabe der Austro Classic. Im Magazin auch eine große Historie zu 70 Jahren Vespa! 

 

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Schatzkästlein des Wirtschaftswunders http://www.oldtimerapp.com/?p=1336 http://www.oldtimerapp.com/?p=1336#comments Wed, 15 Jun 2016 22:29:52 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1336 Auto- und Uhrenmuseum Kopie

Das Auto- und Uhrenmuseum Schramberg hat sein Haupthaus in einer alten Uhrenfabrik. Auf fünf Etagen erwachen Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder eindrucksvoll wieder zum Leben.

Wir haben für Euch das Auto- und Uhrenmuseum in Schramberg besucht. Eine alte Manufaktur  im Schwarzwald, in der man auf fünf Etagen eine wunderbare Zeitreise erleben kann, die von der „Stunde Null“ nach Kriegsende 1945 bis in die späten 50er Jahre führt. Der Kern ist die spektakuläre Sammlung von Martin Sauter, der unglaubliche Raritäten aus diesen erfindungs- und entbehrungsreichen Zeiten zusammengetragen hat.

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Den muss man erst einmal kennen: Gutbrod Superior Sport Roadster mit Karosserie von Wendler. Eine absolute Rarität.

Darunter befinden sich nicht wenige Einzelstücke, die einen ganz besonderen Fokus auf diese Epoche ermöglichen. Garniert wird das alles mit liebevoll inszenierten Dioramen, vom Trümmerhaufen des Kriegsendes über das Behelfsheim 1946 für die Ost-Flüchtlige bis hin zur Kalipso-Bar der 50er, als es so richtig bergauf ging.

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Sammlertraum der Szene: Das Bastert-Einspurauto aus Bielefeld. Die Sammlung von Martin Sauter hat aber auch Exponate zu bieten, die einmalig sind.

Das Museum besitzt aber noch zwei weitere Abteilungen in separaten Gebäuden. Einmal kann man die wechselvolle Erfolgsgeschichte des Dieselmotors erleben, außerdem zeigt die Sammlung Steim aus dem Umfeld der Junghans-Uhrenmanufaktur einige atemberaubende Reihen an Sammlerfahrzeugen der ersten Kategorie aus der internationalen Szene. Vom fast unbekannten Phaeton der 20er Jahre über Straßenkreuzer und Luxuslimousinen bis hin zum rassigen Sportwagen.

So findet in Schramberg nahe Rottweil im Schwarzwald ein jeder Enthusiast sein Elixir…

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„Veloton“-Fahrradradio mit eingebautem Scheinwerfer

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Brütsch V2 und Mopetta. Ist der kleine Einsitzer inzwischen öfter mal wieder als Kuriosität zu sehen gewesen, da er auch nachgebaut wird, ist der Roadster im Vordergrund glatt einer Blauen Mauritius vergleichbar.

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Szenenwechsel mit anderer Halle im selben Museumskomplex: Die Sammlung Steim bietet ebenso Hochkarätiges, jedoch aus dem Luxussegment, wie hier mit dem Simplex-Rennwagen im Vordergrund.

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Und Straßenkreuzer! Hier der Studebaker Commander mit seiner unverkennbaren „Bullet-Nose“ aus der Feder des legendären Raymond Loewy.

Hier gibt´s mehr: http://www.auto-und-uhrenwelt.de/de/Home

]]> http://www.oldtimerapp.com/?feed=rss2&p=1336 1 35 Jahre Oldtimer-Markt in Bockhorn http://www.oldtimerapp.com/?p=1322 http://www.oldtimerapp.com/?p=1322#respond Mon, 13 Jun 2016 08:50:07 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1322 Am Wochenende trafen sich so viele Oldtimer-Freunde wie nie zuvor im beschaulichen Bockhorn am Jadebusen bei Wilhelmshaven. Bereits am Samstagmorgen hatte es sich abgezeichnet, als lange Schlangen anstanden, um auf das riesige Gartengelände mit ihren Klassikern gratis einzufahren. Wohltuend ist dabei immer wieder das ganz eigene Publikum. Vielleicht nirgends sonst trifft man auf so viele Familien mit Kindern, und auch manches Auto ging mit einer Besatzung an den Start der Rundfahrt durch Friesland, die im Durchschnitt noch keine 25 Jahre alt war. Und die Jugend fährt im Norden die Autos der 70er. Ford Granada, Opel Kadett B und VW Passat der ersten Serie. Dazu eine erstaunliche Anzahl an österreichischen Puch-Mopeds, die hinterm Nordseedeich scheinbar echten Kultstatus besitzen. Die Szene lebt, und sie hat eine ebenso große wie junge Fraktion, das kann man in Bockhorn live erleben.

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Da hängt der Enthusiast unter dem KR 200…

Neben den Hunderten Händlern und Tausenden Fahrzeugen gehört natürlich auch das Camping im Umfeld dazu. Abends wurde an allen Ecken gegrillt und gefeiert, morgens traf man sich am Kaffeezelt im Grünen unter Bäumen zum Plausch.

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Wer eine Datenbank mit Bildern zu Klassikern betreibt, der freut sich bei diesem Anblick wie ein Schneekönig! Seit drei Jahren suchen wir schon den VW 411 als Variant. Der Kombi ist extrem selten. In Bockhorn stand er, wie aus dem Ei gepellt, auf der Wiese.

Besonders auffällig ist in Bockhorn auch das sehr bodenständige Spektrum der ausgestellten Fahrzeuge. So viele Brot- und Butter-Autos und -Motorräder wie hier gibt es sonst kaum zu sehen. Porsche-Anteil ganz klar unter einem Prozent! Und so erlebt man dort sehr seltene Ford Taunus 12m P6, Opel Ascona B, VW 411 Variant oder BMW 1802 neben anderen Raritäten aus allen Epochen bis hin zum großen Luxus-Fiat aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Dazu Traktoren und LKW aus dem Alltag der 50er und 60er Jahre, von Hanomag über Tempo bis Unimog und Eicher, Deutz, Opel Blitz, Setra und Co.

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Auto-Union 1000 in der der passenden Farbe zum Bockhorner Ländchen.

Andererseits vermissen die altgedienten Strategen inzwischen das große Angebot an Teilen für klassische Motorräder aus den USA. Für die Harley- und Indian-Szene war der Bockhorner Markt früher für seine Vielfalt berühmt – stellt sich die Frage, ob der Handel für exklusive Teile besonderer Fahrzeuge nicht längst ins Internet abgewandert ist. Das werden wir in Zukunft gezielt beobachten. Text/Fotos: Achim Gandras

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Am Sonntag starteten morgens die Teilnehmer zur mittlerweile 34. Friesland-Rallye. Im Bild ein Triumph Roadster, gebaut von 1946 bis 1949.

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Fachgespräch am „Kleinbus“. Das wäre doch mal was für´s Töchterchen in Huckepack… Nix gibt´s, was es nicht in Bockhorn gibt.

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Jagdglück beim Nachwuchs in der Szene. Die Jugend ist sehr zahlreich auf dem Markt zu treffen.

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Und gefeiert wird auch, wenn die Frühsommerabende lang sind. Dafür schläft es sich wohl auch länger, wie hier zu vermuten ist…

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Die Sonne macht uns gar nichts, Hombre!

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So entspannt trifft man sich wohl nur unter den Bäumen am Jadebusen.

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Opel Kapitän von 1939 mit Eriba-Wohnwagen.

 

]]> http://www.oldtimerapp.com/?feed=rss2&p=1322 0 Die Klassikwelt Bodensee – ein Fazit http://www.oldtimerapp.com/?p=1296 http://www.oldtimerapp.com/?p=1296#respond Sun, 05 Jun 2016 23:15:28 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1296 Drei Tage gehen so schnell rum. Die Klassikwelt Bodensee in Friedrichshafen, die Messe „zu Lande, zu Wasser und in der Luft, ist vorbei. Eine schöne Veranstaltung war es. Groß genug, um sehr viel zu bieten, jedoch noch immer so übersichtlich, dass man nicht vom Angebot erschlagen wird.

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Sonderschau „Vive la France“ im Foyer Ost. Es sind einige ausgemachte Raritäten dabei, wie der dunkelrote Panhard Sport Spider von 1954 mit Karosserie von Colli in Mailand.

Besonders auffällig war der große Andrang ganzer Familien, vor allem am Sonntag. Die Oldtimerschau am Bodensee ist ein Vergnügen für alle Generationen. Dergleichen haben wir noch auf keiner Messe so ausgeprägt beobachten können, weder in Deutschland, noch in Österreich.

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Blick hinunter vom Truck der Württembergischen Versicherung. Fahrer mit Klassikern dürfen mit dem Fahrzeug auf das Messegelände. Ein Museum auf Rädern.

Wer noch nie dort war; die Hallen sind angeordnet wie in Stuttgart, allerdings kleiner. Zwei Reihen an Messehallen liegen parallel und lassen einen langen Innenhof frei. Dieser wird während der Messe zum Klassikerparkplatz, denn alle historischen Fahrzeuge kommen frei aufs Gelände. So entsteht ein großes Open-Air Museum mit teils phantastischen Raritäten. Auch das ist in Friedrichshafen einmalig.

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Schönes Diorama des Traktorenmuseums Bodensee mit einem knuffigen Mochet-Kleinstwagen aus Frankreich.

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Er wurde fast zu 100 Prozent ein Opfer der Abwrackprämie: Opel Kadett E. Wann haben Sie den letzten gesehen?

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Und die klassischen Flugzeuge gehören in der Zeppelinstadt Friedrichshafen natürlich auch dazu, inklusive Air-Show auf dem benachbarten Flughafen.

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Ganz ein Seltener: Der Ford Taunus P7a war 1968 ein Flop. Erst die Überarbeitung zum P7b ging auf die Überholspur und wurde mit dem großen 26m gekrönt. Einen P7a wie hier im Bild muss man lange suchen.

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Traditionell dabei: Chris Craft- und Riva Mahagoni-Sportboote aus den 50er und 60er Jahren im Foyer West

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Ebenfalls ausgestorben. Der Rekord E CarAvan.

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Da ist nix mehr zu machen. Glas 1300/1700 GT im Endstadium. Aber ein interessantes Ausstellungsstück

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Das ist er, der legendäre Wankelmotor aus dem NSU Ro 80, hier zum besseren Verständnis geöffnet.

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Caravan Marke „Windspiel“ von 1972. Im Innenhof West der Messe in Friedrichshafen gibt es einen wunderbaren klassischen Campingplatz

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Impression aus den Hallen der Händler.

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Spezialblick durch den Brezel.

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Audi 80 Typ 82, wie er von 1972 bis 1978 gebaut wurde. Auch dieses Auto steht an einem der zahlreichen Clubstände

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Rätselraten… Haben Sie den schon einmal gesehen? Ein Auto, das es in Deutschland praktisch nie gegeben hat. Datsun 2000 Six

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Französisches Flair der besonderen Klasse: Delage 6.60 mit Motor von Delahaye.

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Klassikwelt Bodensee in Friedrichshafen: der Auftakt http://www.oldtimerapp.com/?p=1280 http://www.oldtimerapp.com/?p=1280#respond Thu, 02 Jun 2016 22:53:17 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1280 Die Klassikwelt Bodensee 2016 in Friedrichshafen ist eröffnet. Die mittlerweile neunte Auflage der Messe „zu Wasser, zu Lande und in der Luft“ präsentiert sich mit rund 800 Ausstellern. Natürlich sind auch unsere Partner von der GTÜ wieder vor Ort. Sie finden den Stand in Halle A4 auf Parzelle 303. Dort  freut man sich auf Ihren Besuch!

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Aston Martin V8 Cabriolet am Stand der GTÜ in Halle A4, 303

Wie immer, ist dort auch dieses Mal wieder ein interessanter Klassiker am Stand. Es ist ein Aston Martin V8 Volante Cabriolet im weitestgehenden Originalzustand. Der V8 wurde in fünf Serien von 1972 bis 1989 gebaut. 1978 kam das Cabriolet hinzu, nachdem es zehn Jahre lang keinen offenen Aston Martin mehr gegeben hatte. Und passend zu Friedrichshafen, der Heimat von ZF, verfügt das Ausstellungsstück anstatt der meist üblichen Automatik über ein präzises Fünfgang-Schaltgetriebe von ZF, das aus dem sonst als etwas behäbig bezeichneten frühen V8 einen echten Sportwagen macht, wie man es von Aston Martin gewohnt ist.

Die Veranstalter zeigen auch einige Sonderausstellungen. 100 Jahre BMW werden gefeiert, „Vive la France“ zeigt französische Oldtimer, im Foyer West werden außerdem seltene Rennsportwagen aus dem ehemaligen Ostblock präsentiert. Eine Rarität der Extraklasse ist auch der Kling 1, der erstmals nach seiner Wiederauferstehung zu sehen sein wird. Es ist das Auto, das der weltberühmte Rennfahrer Karl Kling 1947 auf Basis eines Vorkriegs-BMW 328 bauen ließ, wobei man ganz nah an der legendären Veritas-Story herauskommt.

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Kling 1 von 1947 auf Basis des Vorkriegs-BMW 328. Eine Parallelgeschichte zum legendären Veritas

Im Vorfeld der Messe gab es bereits am Donnerstag eine Presskonferenz mit Dr. Götz Knoop vom DEUVET, dem Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge und Stefan Röhrig, Leiter des Fachbereichs Historische Fahrzeuge vom Verband der Automobilindustrie (VDA).

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Preisentwicklung visualisiert: Ein blattvergoldeter Porsche Boxster versinnbildlicht geradezu die aktuellen Tendenzen zu den Sportwagen aus Zuffenhausen.

Dr. Knoop referierte über aktuelle Entwicklungen in der Oldtimerszene. Sein erster Fokus lag auf widersprüchlichen Schlagzeilen in der Presse. „Der Boom geht weiter“, so die eine Meinung, „Der Markt kühlt ab“, so eine andere. Dabei sei der am meisten missbrauchte Begriff der Gegenwart die „Originalität“.

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Dr. Götz Knoop, Vize des DEUVET, referierte über aktuelle Entwicklungen.

Das ist kein Wunder, denn die Originalität ist keine Modeerscheinung, sondern ein echter wertbegründender Faktor.

Das hat sich zwar herumgesprochen, allerdings gibt es bisher keine klare Definition. So werde derzeit ein „originaler VW Bus T1 im Sinalco-Look“ verlost. Trotz Veränderungen an Motor und Bremsen, mit reproduzierter Optik.

Es geht also um konservatorische Ansätze. Denn für ein „unberührtes Original“ ist jede kleinste Veränderung schädlich. Daher kommen im großen Karussell längst weitergehende Ansätze zum Tragen, also Veränderungen während der alltäglichen Gebrauchszeit in den ersten Jahren…

Zu jedem Auto werden dabei meist alle Auffassungen vertreten.

Was das angeht, empfehlen wir ein umfassendes Gutachten unserer Klassik-Partner im Verbund der Sachverständigen der GTÜ, denn dann ist man auf der sicheren Seite.

Im Anschluss sprach Stefan Röhrig vom VDA über die aktuellen Entwicklungen zum H-Kennzeichen. Dazu gibt es taufrisch eine aktuelle Pressemitteilung mit weiteren Informationen bei uns:

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1970 Dodge Coronet Superbee und Charger RT, Ikonen für alle Musclecar-Fans

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Taunus TC 1300 Turnier im Neuzustand mit 22.000 Kilometern auf der Uhr. Ob es wohl noch einen Zweiten gibt? Bei Heurich Classics im Foyer West.

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Porsche Jagdwagen 597, aus der Kleinserie für die Bundeswehr, die 1958 scheiterte. Dazu gibt es demnächst bei uns ein interessantes Interview.

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KAD – Die drei letzten Großen von Opel http://www.oldtimerapp.com/?p=1261 http://www.oldtimerapp.com/?p=1261#respond Sat, 28 May 2016 23:31:17 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1261 „KAD“-Treffen im sauerländischen Attendorn auf dem Campingplatz Hof Biggen. Hier kommen die Oberklasse-Opel der 60er und 70er Jahre fast nach Hause, denn seit weit mehr als 30 Jahren hat die Betreiberfamilie Boenicke persönlich eine besondere Beziehung zu diesen großen Sechs- und Achtzylindern aus Rüsselsheim.

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Der Luxus im Diplomat A Coupé verbindet amerikanisches Styling mit der Solidität der deutschen Kleinserie bei Karmann in Osnabrück. Keine 400 Exemplare des 5,4 Liter V8-Kreuzers wurden von 1965 bis 1967 gebaut. Wohl der exklusivste Serien-Opel der Nachkriegszeit.

Es sind aber nicht nur die Kapitän-, Admiral- und Diplomat-Modelle der letzten beiden Serien, gebaut von 1964 bis 1977, die auf der grünen Wiese stehen. Auch Kapitäne der 50er Jahre sind da, ebenso wie Rekord B, C und D, Senator A und B, Kadett B und C sowie ein unglaublich original erhaltener Manta B mit weniger als 60.000 Originalkilometern.

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Große Opel aus verschiedenen Generationen: Senator B 3,0, Kapitän P 2,6 und drei Diplomat B 5,4 V8.

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So trifft man sich auf Hof Biggen im Sauerland zum Oldtimer-Treffen! Vom 26. bis 28. August 2016 treffen sich eben hier auch die Kadett C auf Einladung der Kadett C-Zentralstelle.

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Gut zu vergleichen: Diplomat A (64-68), baugleich mit Kapitän und Admiral A, dahinter der Admiral B, gebaut von 1969 bis 1977. Der Diplomat B V8 hatte stehende Scheinwerfer und Rückleuchten.

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Manta B Berlinetta von 1978 in dritter Hand und im Originalzustand, keine 60.000 km auf der Uhr. Eine echte Rarität! Fast alle wurden verheizt und verbastelt.

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Ebenfalls in exzellentem Zustand: Rekord C, gebaut von 1966 bis 1972.

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Traumcoupé der 70er Jahre: Commodore B GS/E, auf Basis des Rekord D gebaut von 1972 bis 1977, jedoch mit dem Sechszylinder, wie er auch im Admiral B Verwendung fand. Der 2800 GS/E hatte 160 PS, damals eine echte Ansage!

 

 

 

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