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Das Oldtimer-Youngtimer-Magazin der O-Y-App.com http://www.oldtimerapp.com Thu, 22 Sep 2016 16:29:24 +0000 de-DE hourly 1 Der Reiz der Reduktion http://www.oldtimerapp.com/?p=1460 http://www.oldtimerapp.com/?p=1460#respond Thu, 22 Sep 2016 16:29:24 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1460 Seien wir einmal ehrlich: Brauchen wir eigentlich das ganz große Mäusekino mit drei großen Displays im Armaturenbrett? Hatten wir doch kürzlich einmal das Vergnügen, eine neue S-Klasse von Mercedes zu fahren, die in Puncto Üppigkeit bei der Instrumentierung nun wahrlich keine Wünsche mehr offen lässt. Und klar, es ist schon ganz nett, wenn man in 3D gezeigt bekommt, an welcher Stelle im Rücken die Massage einsetzt. Es ist noch gar nicht so lange her, da waren elektrische Fensterheber ein echter Hingucker. Oder Lesebeleuchtung im Fond. Der Gipfel war auch der Gentleman-Hebel, mit dem der Fiat 130 Coupé – Fahrer seiner Angebeteten   vor der Nase die Beifahrertüre aufschwingen ließ…

Schön zu erkennen ist der Weg zur großen Auswahl in der Entwicklung bei Porsche, wobei wir mit unserem Bildersatz einmal von 1948 bis 1962 den Bogen schlagen möchten: Mit einem Licht– und einem Wischerschalter jedenfalls kann auch schon Freude aufkommen, wie das Titelbild beweist. Es ist das Volant des 356 Speedsters, das vor lauter schlichter Eleganz bis heute Ergriffenheit aufkommen lässt…

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Nummer 1, der Mittelmotor-Roadster aus Gmünd von 1948, präsentiert sich so im Porsche-Museum.

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Mit zwei Rundinstrumenten und Radio sehen wir das 356 Cabriolet mit Karosserie von Gläser aus Neumarkt in der Oberpfalz von 1952.

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Nur 15 Stück entstanden 1952/53 vom 356 America Roadster. Von hier war es nicht mehr weit bis zum Speedster.

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Hinter einem Steuer wie diesem starb James Dean. Der Rennsport-Porsche 550 Spyder mit Gitterrohrrahmen und Königswellen-Motor wurde von 1953 bis 1957 gebaut.

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Der Prototyp des 356 Speedster von 1954.

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Noch einmal Rennsport. Hier eines der Eigenbau-Coupés von Walter Glöckler aus Frankfurt, die Nr. 7 von 1954

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Da war es mit dem ganz schlichten Charme vorbei: Porsche 356 Carrera 2 von 1962.

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Ein echter Monolith aus Zittau http://www.oldtimerapp.com/?p=1446 http://www.oldtimerapp.com/?p=1446#respond Tue, 13 Sep 2016 20:56:40 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1446 Auf der Automechanika in Frankfurt a.M., der großen Messe rund um Pflege, Wartung und Instandsetzung von Kraftfahrzeugen, gibt es am Gemeinschaftsstand der Oldtimer-Spezialisten in Halle 11 ein einmaliges Auto zu sehen. Es ist der Glaubitz aus Zittau, einem Ort in der Nähe von Görlitz, direkt an der Grenze zur Tschechischen Republik. Dazu haben wir auch ein Interview von uns für Radio Oldtimer:

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Die Heckpartie des Glaubitz erinnert im Dachbereich an den frühen Borgward Hansa Combi. Vielleicht liegt es daran, dass man ab 1931 offizieller Vertreter von Hansa-Lloyd und Goliath gewesen ist.

Das Auto ist in Frankfurt zu sehen, weil es die Firma Glaubitz noch immer gibt, seit mittlerweile 102 Jahren. Heute firmiert man höchst erfolgreich unter www.ecu.de und ist spezialisiert auf Reparatur und Erneuerung von elektronischen Steuerbauteilen. Das ist vor allem für Liebhabern von Youngtimern hochinteressant, denn defekte Elektronik ist schon jetzt ein Riesenproblem. So hieß es vor wenigen Jahren noch, dass Autos aus den frühen 90ern schlimmstenfalls bald nicht mehr fahrbereit seien: ecu.de hat darauf die richtigen Antworten entwickelt.

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Nette Details am Eigenbau: Der stilisierte Propellerflügel. Scheinwerfer von Wartburg 311, dazu eine Stoßstange, ebenfalls Eigenbau. Das Kürzel „RF“ im Kennzeichen stand für die Region Dresden.

Die Firma Glaubitz hat eine Achterbahnfahrt durch mittlerweile fünf politische Epochen hinter sich. Richard Glaubitz setzte schon zu Kaisers Zeiten, 1914, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, auf die Reparatur von Automobilen. Nach dem Krieg musste er jedoch eine kleinere Werkstatt mitten in der Zittauer Altstadt beziehen und reparierte erst einmal Fahrräder. Bald schon kamen Motorräder hinzu und ab  1926 wurde man Vertreter für Mars und Zündapp. Mit der Expansion gab es endlich auch Autos. In einer größeren Werkstatt wurde man ab 1931 Vertreter der Bremer Hansa-Lloyd- und Goliath-Werke aus dem Hause Borgward. Dann kamen finstere Zeiten und der nächste Weltkrieg. Als die Russen kamen, wollte Glaubitz eigentlich nach Westen, aber es war zu spät. 44 Jahre in Ostzone und DDR sollten folgen. Die DDR verstaatlichte damals Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten. Glaubitz reagierte und teilte die Firma in einen Landmaschinen- und Motorradbetrieb auf, um der Enteignung zu entgehen.  1949 war der Gründer gestorben und die Söhne machten sich ans Werk.

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Ein eigenes Emblem ziert den Grill: „GZ“, Glaubitz Zittau.

Herbert Glaubitz schraubte nun an Traktoren Marke „Fortschritt“ und baute Anhänger auf Druckluftbremse um. An ein eigenes Auto war dabei kaum zu denken. Zumindest nicht auf dem herkömmlichen Weg. Was tun? Er besorgte sich ein altes Wanderer-Fahrgestell der Auto-Union, einen Sechszylinder und die Hinterachse eines Vorkriegs-Opel P4. Dann baute er in traditioneller Marnier eine Holzkarosserie und beplankte diese mit Blech. Was es nicht irgendwo zu organisieren gab, das fertigte er kurzerhand selbst an, wie Scharniere, Zierteile und sonstiges. Dann kam die große Enttäuschung. Der Sechszylinder, für dessen Länge bereits die Karosserie ausgelegt war, hatte einen derart ruinösen Zylinderkopf, das Herbert Glaubitz ihn nicht verwenden konnte. So kam ein seitengesteuerter Wanderer-Motor aus den Dreißigern zum Einsatz, mit dem das Auto bis heute fahrbereit ist!

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Eigenbau auch im Innern. Die dreifache Sitzbank trägt bis heute den Schonbezug von „Opa Glaubitz“. Was für eine schöne Tradition, dass ecu.de bis heute den Wagen in Besitz hat.

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Team Skoda gewinnt die 14. Sachsen Classic 2016 http://www.oldtimerapp.com/?p=1423 http://www.oldtimerapp.com/?p=1423#respond Tue, 23 Aug 2016 08:52:55 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1423 Die Sachsen Classic, ausgerichtet von „Auto, Motor & Sport“ sowie der „Motor Klassik“ ist eine der besonders schönen Veranstaltungen im Jahreskalender der Freunde historischer Fahrzeuge in Deutschland. Vom 18. bis 20 August führte die bereits 14. Ausgabe auf drei malerischen Tagesetappen von Zwickau über ländliche Straßen des Spätsommers bis nach Chemnitz.

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Die legendäre Steile Wand in Meerane war eine sehr spezielle Sonderprüfung, die eigentlich nur mit großem Motor und Automatik-Getriebe exakt bewältigt werden kann. Ein Rallye-Skoda mit geradeverzahntem Wettbewerbs-Getriebe muss da schon mit allen Tricks gescheucht werden. Hier im Skoda 130 RS von 1976 AMS-Chefredakteur Jens Katemann mit Skoda-Kommunikationschef Peik von Bestenbostel. ALLE BILDER: SKODA

Mit dabei war Achim Gandras von der Oldtimer-App.com. Gemeinsam mit dem fünffachen Rallyemeister Peter Göbel, der mit seiner Firma „Plus Rallye“ selbst so hochkarätige Veranstaltungen wie die AvD-Histo-Monte oder auch die Sauerland Klassik organisiert, war er im Team Skoda Classic unterwegs und steuerte den Skoda Favorit Monte Carlo zum Gesamtsieg. Aber bis dahin waren es drei wunderbare Tage im sonnigen Sachsen.

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Geschenke am Straßenrand für die Kinder: Michael Kudela und Jozef Baláz im sehr seltenen Skoda 1100 MBX de Luxe von 1969.

Recht gemütlich begann die Rundfahrt für die rund 180 teilnehmenden Besatzungen am Donnerstag Mittag auf dem Zwickauer Platz der Völkerfreundschaft und es mussten schon bald bei strahlendem Sonnenschein die ersten Wertungsprüfungen absolviert werden.

03 Sachsen Jens Katemann Oeljeklaus

Tolle Veranstaltung, beste Laune: Jens Katemann (li.), Chefredakteur von Auto, Motor und Sport mit Skoda-Vorstand Michael Oeljeklaus am Skoda 130 RS von Rallyemeister Matthias Kahle mit dem vollen Tuning-Programm von Motorenpapst Jens Herkommer aus Schwarzenberg im Erzgebirge. Den Mann, der über 8000 Umdrehungen aus Stoßstangen-Motoren herauskitzelt, gibt es bald auch im Interview mit der Oldtimer-App.com bei Radio-Oldtimer.de

Richtig zur Sache ging es dann am Freitag bei der Tour über die Vogtlandarena bei Klingenthal ins tschechische Kraslice mit Mittagspause in Kopanina, wo sich alle Teilnehmer auf einem wunderbar restaurierten Hof mit erstklassiger Gastronomie einfanden. Zurück in Deutschland, führte die Tour über kurvige Nebenstraßen und schattige Alleen durch die sanfte sächsische Hügellandschaft, wo im hohen August allerorten die weitläufigen Kornfelder geerntet werden. Allerdings gemahnte ein Abstecher zum Deutsch-Deutschen Grenzmuseum in Mödlareuth an Zeiten, in denen es undenkbar gewesen wäre, zur reinen Freude durch diese traumhafte Landschaft zu rollen.

09 Sachsen Skoda 430 1926 Sudeck

Skoda 430 von 1929 in voller Fahrt. Nach dem Aufkauf von Laurin & Klement im Jahr 1925 übernahm der böhmische Stahlkonzern Skoda aus Pilsen mit seiner neuen Tochtersparte Skoda Auto die Automobilproduktion in Mladá Boleslav bei Prag. Der schöne Oldtimer gehört Peter und Ursula Sudeck. Peter Sudeck ist als ehemaliger Leiter der Qualitätssicherung bei Skoda nach der Wende einer der Urväter der heutigen Klassiksparte des Unternehmens.

Den Ausklang des Tages bildete die Zieleinfahrt im Kurpark des alten Heilquellenortes Bad Elster mit großem Andrang des Publikums.

Der Samstag schließlich führte über den Schwander Berg zum „Mittelpunkt der Erde“ in Pausa, von dort über Reichenbach und Schloss Blankenhain nach Meerode, um dort in einer kniffligen Wertungsprüfung die legendäre „Steile Wand“ zu erklimmen, jenes kopfsteingepflasterte Steilstück, auf dem schon vor Jahrzehnten die Radrennfahrer an ihre Grenzen gingen. Anschließend gab es drei möglichst gleichmäßige Turns auf dem Grand Prix-Rundkurs des Sachsenrings, der zum gleichfalls ausgetragenen Verkehrssicherheitstag eine Arena mit riesigem Publikum wurde. Nach der Zielankunft in Chemnitz folgte in der Stadthalle schließlich eine große Abendgala mit Siegerehrung zu Livemusik und großem Buffett.

10 Sachsen Müller Rittner

Ganz Gentleman im Hintergrund: Der Volkswagen-Vorstandsvorsitzende Matthias Müller überlässt gern das Steuer Barbara Rittner, Kapitän des Fed-Cup-Teams des Deutschen Tennis Bundes. Der Carrera Speedster von 1988 war für das Kaiserwetter die perfekte Wahl.

Für besonderes Flair im Starterfeld sorgte neben verschiedenen Prominenten und Vorständen von VW, Skoda, Porsche und Audi vor allem Prof. Dr. Carl Hahn, der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, der nach der Wende dafür gesorgt hatte, dass Sachsen erfolgreicher Standort der Automobilindustrie geblieben ist. Der in Ostdeutschland daher höchst populäre 90-Jährige ging mit einem VW Golf II GTI an den Start und musste sich mit seinen guten Ergebnissen im oberen Mittelfeld wahrlich nicht verstecken!

05 Sachsen Prof Hahn

Chapeau! Prof. Dr. Carl Horst Hahn, ehemaliger VW-Vorstandsvorsitzender, im Golf II GTI. Der 90-Jährige ist in Sachsen ein echter Star. Er veranlasste nach der Wende den Gang von VW in den Osten. Prof. Hahns Vater war bereits vor dem Krieg Chef bei DKW und verantwortlich für den Neuanfang der Auto-Union in Ingolstadt nach 1945. Das ist lebendige Geschichte!

Sieger im Gesamtklassement wurden der fünffache deutsche Rallyemeister Peter Göbel mit Copilot Achim Gandras von der Oldtimer-App, die im Skoda Favorit „Rallye Monte Carlo“ von 1991 die wenigsten Strafpunkte anhäufen konnten. Gemeinsam mit den Besatzungen der fünf weiteren Fahrzeuge des angetretenen Skoda Classic-Teams wurde der Erfolg für die Autos aus Mladá Boleslav mit viel Freude bis spät in die Nacht gefeiert.

Auf den Plätzen 2 und 3 im Gesamtklassement folgten Markus Hendel und Christoph Herbrig auf Chevrolet Corvette Stingray von 1963 vor Mario und Oliver Böhme im Ford Mustang von 1967.

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Gewinnen kannst Du nur mit Übung: Peter Göbel initiiert mit seiner Firma „Plus Rallye“ Boom-Veranstaltungen wie Histo-Monte, Bodensee-, oder auch Sauerland-Klassik. In Zwickau hatte er sein Equipment zum Üben aufgebaut. Das war ein Schlüssel zum Sieg!

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Auch im Team Skoda Classic: Schauspieler Hinnerk Schönemann mit Markus Liersch, Leiter Test und Technik bei Skoda Deutschland im Skoda 110 R Coupé von 1978.

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Zielankunft in Chemnitz. Am Steuer der Skoda Felicia von 1961 Vorstand Michael Oeljeklaus, begleitet von Skoda Classic-Mann Vitezslav Kodym. Lieber Vita, noch einmal vielen Dank für alles!

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Ankunft zum Ende der zweiten Etappe im Kurpark von Bad Elster. Peter Göbel im Gespräch mit Thomas Frank von der Audi Tradition im Wanderer W 25 Roadster von 1937

06 Sachsen Adler Trumpf Junior Sport 1936

Drei gleichmäßige Runden auf dem Sachsenring. Hier im Adler Trumpf Junior Sport von 1936. Gleichzeitig fand der Verkehrssicherheitstag statt und viele Besucher waren an der Strecke. Unser Fahrer Peter Göbel hat als vielfacher Rallye-Meister eine Menge Fans im Osten, und nach der Ansage des Moderators gab es begeisterten Applaus von den Rängen. Peters Kommentar: “ Hier kann ich jetzt aber nicht fahren wie mit dem Rollator. Die sind anderes von mir gewöhnt.“ Die drei verschwitzen Runden in qualmendem Querstand werden unvergesslich bleiben..

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Volle Konzentration in der Wertungsprüfung. Einer fährt, einer stoppt die Zeit in der Lichtschranke oder auf dem Schlauch. Hier geht es um Hundertstel Sekunden.

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Ein echter Sachse in Sachsen: Horch 8 Typ 420 von 1931, gebaut in Zwickau. Hier in der Vogtlandarena bei Klingenthal.

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Ungewohnt. „Sieht aus wie bei der Pfingstochsen-Prämierung“, das ließ eine gute Freundin bei diesem Bild vom Stapel… Aber doch gehört der goldene Siegerkranz von Anfang an zum Motorsport dazu. Echte Tradition also. Gemeinsam mit Voll-Profi Peter Göbel (re.) bei der Prämierung zum Gesamtsieg der 14. Sachsen Classic 2016 in der Stadthalle von Chemnitz. Vielen Dank für das aufregende Abenteuer!

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Das ist Sachsen Classic pur!

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Kaiserwetter zum 44. AvD-Oldtimer-Grand-Prix http://www.oldtimerapp.com/?p=1416 http://www.oldtimerapp.com/?p=1416#respond Wed, 17 Aug 2016 23:39:45 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1416 Die große Traditionsveranstaltung hatte auch in diesem Jahr wieder ganze Scharen an Fans des historischen Motorsports angelockt. Und dass das Wetter mitspielte, war nun wirklich keine Selbstverständlichkeit, wie es uns ein Sportwart in der Boxengasse verriet: „Das ist hier für mich fast die dreißigste Aktion in diesem Jahr, und nur zweimal hat es nicht geregnet“, wie er entsprechend gut gelaunt verriet. Bei so angenehmen Bedingungen ging es dann in den verschiedenen Serien auch richtig zur Sache.

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Aston Martin Mk II von 1937 in voller Fahrt.

Vorangestellt wurde am Freitag eine neue Attraktion, denn beim „Trackday“ wurden rund 100 spannende Fahrzeuge auf die legendäre Nordschleife gelassen, die über 20 Kilometer lange Traditionsstrecke von 1927 rund um die Nürburg, mit der diese Rennstrecke zu Weltruhm gelangt ist als schönste aber auch mit gefährlichste Strecke überhaupt. Ehrwürdig wie die Nordschleife ist auch das ebenso alte historische Fahrerlager, in dem man viele Vorkriegsklassiker hautnah erleben konnte, darunter eine Phalanx an Mercedes-Kompressor-Rennwagen aus den 20ern.

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Porsche, Porsche, Porsche… Ein Riesenaufgebot gab es in langen Reihen zu bestaunen.

Porsche feierte in diesem Jahr mit einem großen Korso von 924, 928, 944 und 968 den vierzigsten Geburtstag der Transaxle-Modelle, also jener Fahrzeuge, die mit Frontmotor, aber Getriebe an der Hinterachse, eine besonders ausgewogene Gewichtsverteilung haben. Zudem präsentierten Opel, Skoda und Jaguar einen breiten Fuhrpark an klassischen Fahrzeugen aus ihrer Vergangenheit. Dazu gingen die Boliden der Deutschen Rennsportmeisterschaft an den Start, außerdem Rennwagen und Grand Prix Cars bis 1960, dazu Formel 3 und Kleinserien-GT bis 1965: für jeden Motorsport-Fan war da etwas dabei.

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Schieben gehört in der Boxengasse dazu. Hier der Ferrari 250 GT Conte Volpi vor Mercedes 300 SL und SLR

Gleich drei echte FIA-Rennserien gingen dann auch an den Start. Die Masters der historischen Formel 1, die Lurani-Trophy für die Formel-Junior und einer der großen Publikumslieblinge, der Lauf der Sportwagen von 1962 bis 1974, unter deren Rädern nun wahrlich die Eifel erbebte.

Dementsprechend ein Motto unter allen Beteiligten: Früher war nicht alles besser, aber alles anders. Und natürlich wilder, lauter, ungestümer, riskanter und alles andere noch, was einst die ursprüngliche Faszination des Rennsports ausgemacht hat. Hat man dann jedoch die Möglichkeit, in den Boxen auch einmal die Rennwagen mit abgenommenen Karosserien zu sehen, dann begegnen einem genietete Tanks aus Aluminium, starre Lenksäulen und filigrane Rohrgestelle mit Fahrersitz, die an Gefährlichkeit kaum zu überbieten waren. Auch das wird beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix deutlich: Sicherheit ist eine Errungenschaft unserer Gegenwart, die wir freilich mit dem Verlust des alten Nervenkitzels bezahlt haben. Die echten Benzingesichter vor Ort braucht man dabei nicht zu fragen, was ihnen nun besser gefällt…

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Alfa Romeo P3

Rund um die großen Tribünen trafen sich natürlich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Markenclubs, und entsprechend bunt war der Verkehr zwischen den Parkplätzen. Dort sitzt dann so mancher Fan mit dem Campingstuhl am Straßenrand, denn selbst diese Zufallsparade sucht alljährlich ihresgleichen. Text/Fotos: Achim Gandras, Oldtimer-App.com

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11. Classic Days rund um Schloss Dyck im Rheinland http://www.oldtimerapp.com/?p=1407 http://www.oldtimerapp.com/?p=1407#respond Mon, 08 Aug 2016 12:04:38 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1407

Alfa 6C 2500 SS Super Sport Corsa Spider 1939

Alfa Romeo 6C 2500 Super Sport Corsa Spider von 1939 im Vorhof zum Schloss.

Am ersten Wochenende im August gingen die Classic Days auf Schloss Dyck im Rheinland bei Neuss in die mittlerweile 11. Runde. Das Festival, der wohl rasanteste Schlosspark in Deutschland, wurde von großen Besucherströmen aufgesucht, die laut Veranstalter an die 7000 Oldtimer zu sehen bekamen! Dahinter verbirgt sich nicht nur die offizielle Party am Schloss mit angemeldeten Fahrzeugen samt vergebener Startnummer, sondern auch ein schier unübersichtliches Heer an Sammlerstücken in den angrenzenden Schilf-Feldern, die zum Außenbereich des Schlossparks gehören: Hier treffen sich inzwischen traditionell die Markenclubs, und alljährlich werden es mehr.

Ursprünglich wurden die Classic Days aus der Taufe gehoben, um das imposante Baudenkmal mit Wurzeln bis zurück ins 12. Jahrhundert zu erhalten. Zudem erinnert das Fest an einen adligen Rheinländer, der einst Motorsport-Geschichte geschrieben hat: Wolfgang Graf Berghe von Trips (1928-1961) starb auf Ferrari in Monza, die erste Weltmeisterschaft in der Formel 1 für einen Deutschen nach dem Kriege zum Greifen nahe.

Talbot Lago T26 Record Drop Head 1947

Talbot Lago T26 bei den Juwelen im Park

Was die Classic Days ausmacht ist auch die besondere Mischung: Chromjuwelen im Park, Rennwagen auf der Strecke, historisches Camping und Lovely Heroes der Wirtschaftswunderzeit im Obstgarten, außerdem US-Cars auf der eigenen Meile. Dazu Charme und Style in stilechter Montur, wie man es sonst aus England kennt. Sir Stirling Moss sagte dazu im letzten Jahr, dass Dyck so schön sei, wie es Goodwood einmal war…

Kiosk bei den Lovely Heroes

Stilechte Kundschaft an „Oma Janssens Büdchen“

Wie in jedem Jahr waren auch wieder Autos und Motorräder nicht nur zu sehen, sondern auch live in Fahrt zu erleben, die man sonst höchstens hinter der Absperrung im Museum kennt. Hubraumgiganten der frühen Jahre, feinste mechanische Rennsportdelikatessen und elegante Showcars aus längst vergangenen Zeiten. Dazu spielte wieder einmal das Wetter mit. Nach einem verbrüdernden Regenguss am Freitag, zu dem sich alles dichtgedrängt in den Zelten versammelte, waren die beiden Haupttage schließlich echte Raritäten in diesem durchwachsenen Sommer: Die Sonne schien bei lauem Lüftchen in allerbester Manier, entsprechend war die gute Laune ein steter Gast auf dem weitläufigen Areal.

Chrysler Business Coupe 1946 Custom Car

Chrysler Business Coupé von 1946 als gecleantes und Top-gechoptes Custom Car in der US-Cars-Sonderschau

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PS.Speicher-Rallye wird zum Volksfest http://www.oldtimerapp.com/?p=1394 http://www.oldtimerapp.com/?p=1394#respond Wed, 03 Aug 2016 22:37:56 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1394 PS.Speicher 02

Am letzten Juli-Wochenende feierte der PS.Speicher in Einbeck seinen zweiten Geburtstag mit einer großen Ausfahrt über vier unterschiedlich lange Etappen im Umfeld der berühmten Fachwerkstädte an der Weser. Kleinode wie Duderstadt oder Hannoversch Münden und Bad Karlshafen wurden dabei mit einem Starterfeld von über 100 Klassikern angefahren.

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Carsten Müller MdB, Vorsitzender des parlamentarisches Arbeitskreises für rollendes Kulturgut, im Mercedes 300 S Cabriolet von 1952.

Die Organisatoren hatte sich für diese erste Ausgabe zwar keine Wertungsprüfungen, dafür aber ungemein reizvolle Strecken über alte Alleen und quer durch das hochsommerliche Land im Süden Niedersachsens einfallen lassen. Immer eine Wolke im Nacken, blieb es zumeist sonnig am Samstag, ebenso wie am Sonntag zum großen Geburtstagskorso durch die Innenstadt mit enormem Publikumsandrang: keine Frage, das spektakuläre Museum ist in den Herzen der Menschen angekommen.

Der Clip zur Rallye:  https://www.youtube.com/watch?v=_NdQtvJgj0c

Es kamen auch sehr viele Fahrzeuge aus dem Museumsfundus auf die Straße, die man so in Aktion praktisch nie zu sehen bekommt. Ältestes Auto war ein Rover Open Tourer von 1914, aber auch andere Vorkriegsraritäten wie AGA, Citroen oder ein seltener Hansa Sport Roadster aus dem Hause Borgward mit 1700ccm-Sechszylinder waren live dabei. Der Stiftungsgründer und Sammler Karl Heinz Rehkopf hingegen fuhr ganz leise mit einem Detroit Electric von 1916. Mit von der Partie auch Carsten Müller MdB im Mercedes 300 S Cabriolet von 1952. Der Vorsitzende des parlamentarischen Arbeitskreises in Berlin für den Erhalt rollenden Kulturgutes war dann auch des Lobes voll für die rundum gelungenen Veranstaltung und hofft, dass sich die PS.Speicher Rallye im Jahreskalender der Oldtimerfreunde in Zukunft etablieren wird.

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Stiftungsgründer Karl-Heinz Rehkopf lehnt an seinem Detroit Electric von 1916. Mit ihm winkt eine große Gruppe bestens gelaunter Gäste und Helfer. Foto: Stephan Lindloff / PS.Speicher

In den Abendstunden wurde noch ordentlich im Hof des Museums gefeiert. Der PS.Speicher beinhaltet in einem alten Einbecker Kornspeicher auf sechs Etagen eine unerhörte Sammlung an Zeugen der Mobilität aus zwei Jahrhunderten. Wer alte und seltene Motorräder im Originalzustand liebt, der kommt an diesem noch jungen Museum der Extraklasse nicht vorbei. Außerdem hat die Stiftung zwei weitere in Kennerkreisen berühmte Sammlungen aufgekauft: Die Klein- und Kleinstwagen des Wirtschaftswunders aus Störy bei Hildesheim sowie die große Sammlung an historischen Lastwagen und Nutzfahrzeugen des unlängst verstorbenen Emil Bölling aus dem hohen Norden, die man im neuen „PS.Depot“ ebenfalls besichtigen kann.

Text/Fotos: Achim Gandras, Oldtimer-App.com

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Einfahrt zum großen Finale nach dem Korso am Sonntag

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Lange Alleen laden ein zur gemütlichen Ausfahrt am Fuße des Harzes.

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„Wer Edsel sagt, meint Flop“ http://www.oldtimerapp.com/?p=1384 http://www.oldtimerapp.com/?p=1384#respond Wed, 27 Jul 2016 14:57:22 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1384 Auf der Grürmannsheide zwischen Hagen und Iserlohn in NRW wird jedes Jahr im Sommer ein großes Oldtimer-Treffen auf der grünen Wiese veranstaltet.  Wir haben uns aus den mehreren hundert Fahrzeugen vor Ort ein ganz besonderes herausgepickt, das wir hier nun einmal näher vorstellen möchten. Dazu haben wir auch ein schönes Interview:

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Das Heck des 58er Edsel Corsair mit dem ausladenden „Continental Kit“ als Zubehör für alle, denen er noch immer zu klein war.

Mitte der Fünfziger Jahre brummte die Wirtschaft in den USA. Die Ford Motor Company in Dearborn/Michigan fertigte mit drei eigenen Marken für alle Klassen. Ford für den Standard, Mercury für die gehobene Mittelklasse und Lincoln für den Luxus. Inzwischen jedoch gab es viele Kunden, die sich mehr als einen Ford leisten konnten, für die ein Mercury aber noch zu kostspielig war. Um deren Abwanderung zur Konkurrenz zu verhindern, sollte eine neue Marke genau dazwischen etabliert werden. Virtuos wurden im Vorfeld Gerüchte gestreut und die Neugierde wuchs in der Öffentlichkeit, was denn da schon bald erscheinen sollte. Ganz neues Design, fortschrittliche Technik und reizvolle Detaillösungen wurden bereits angepriesen. Das „E-Project“ geisterte durch den Blätterwald. Es wurde mit Nachdruck dazu nach einem adäquaten Namen gesucht, aber schon machte es die Runde, „E“ stünde als Hommage für Edsel, den 1943 mit nur 49 Jahren gestorbenen Edsel Ford, Sohn des Firmengründers Henry Ford sen. So kam die neue Marke zu ihrem Namen, obwohl die Familie Ford davon wohl nicht begeistert war. 1957 wurde das erste Modell vorgestellt. Mit einem sehr markanten Kühlergrill in der Mitte, der an Autos der 20er Jahre erinnern sollte. Dazu mit viel weniger neuen technischen Gimmicks, auf die ja alle schon so gespannt gewesen waren…

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„Tele Touch“ wurden die Vorwähltasten für das Automatikgetriebe in der Lenkradnabe genannt.

Schnell kippte die Stimmung. Die Presse fühlte sich an der Nase herumgeführt und konterte mit den ersten Verrissen. Und dann diese Nase! „Toilettensitz“ war noch einer der schmeichelhafteren Spitznamen für dieses „Ding“ da in der Mitte des Autos. Die Verkaufszahlen waren niederschmetternd. Dazu kamen Qualitätsprobleme, denn der Edsel wurde zwischen den Fords auf den selben Bändern gebaut. Und wenn nur alle Nasen lang mal ein Edsel auftaucht und der Arbeiter plötzlich andere Handgriffe aus anderen Kisten machen muss, dann leidet der Akkord. Es hieß damals sogar, die neue Marke sei von den Ford-Arbeitern regelrecht sabotiert worden!

Das erste Modelljahr 1958 war also gescheitert. Nachdrücklich verschliff man das markante Design für 1959, ein Jahr später, 1960, war das längliche Oval ganz verschwunden. Doch alles das nützte nichts. Kaum jemand wollte sich in einem Edsel verspotten lassen. Das Ford-Management zog noch 1960, nach nur wenigen Exemplaren der neuen Serie, die Reißleine und Edsel verschwand von der Bildfläche.

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Edsel Villager des Modelljahres 1959 mit deutlich zurückgenommener Nase. Aber es war zu spät. Edsels „Toilettensitz“ war bereits allgemeiner Sprachgebrauch.

Man geht davon aus, dass dieses Abenteuer in den Jahren 1957 bis 1960 im heutigen Gegenwert etwa zwei Milliarden Dollar an Verlusten eingefahren hat, eine der wüstesten Pleiten in der Geschichte des Automobilbaus. Es hieß gar: „Wer Edsel sagt, meint Pleite.“

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Das „Oval“ der Nase begegnet einem am Edsel in zahlreichen Details, wie hier am Schaft des Außenspiegels.

Heute hat sich das natürlich alles längst verschoben. Die wenigen Edsel, die überlebt haben, sind begehrte Sammlerstücke. Die Ersatzteilsituation der Großserie macht das Fahren unproblematisch, lediglich die speziellen Teile, wie Embleme, Zier- und Blechteile der Außenhaut, wollen teuer bezahlt sein, weil sie so selten sind. Hier sehen wir den Edsel Corsair Modell 1958, mit fast sieben Liter großem V8-Motor und 345 SAE-PS. Das Auto gehört Michael Kistinger, der auch eine schöne Homepage zum Thema gestaltet hat.

Unter www.edsel.kistinger.com gibt es jede Menge Wissenswertes rund um den vielleicht größten Flop der US-amerikanischen Automobilgeschichte.

Text/Fotos: Achim Gandras/oldtimer-app.com

 

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Die erste selbsttragende Ganzstahl-Karosserie http://www.oldtimerapp.com/?p=1378 http://www.oldtimerapp.com/?p=1378#comments Thu, 21 Jul 2016 10:55:38 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1378 Der begabte Ingenieur Friedrich Eugen Maier (1898-1976) erlebte als Pilot den 1. Weltkrieg und studierte anschließend in Karlsruhe Maschinenbau mit Abschluss 1923. Bald machte er Karriere als Flugwerftleiter für die Dessauer Hugo Junkers Werke in Kolumbien. 1930 Rückkehr nach Deutschland. Maier begann mit der Entwicklung seines „Volkswagens“. Dabei erfand er die selbsttragende Ganzstahl-Karosserie!

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Hugo Junkers fiel bei den Nazis in Ungnade, weil er bei der Aufrüstung nicht mitmachen wollte, und auch Maier konnte bald nicht mehr an seinem Projekt arbeiten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde seine Werkstatt in Berlin-Charlottenburg beschädigt, Maier wurde in Russland interniert und kehrte schließlich in seinen zerstörten Betrieb zurück, um dort fortan mit Frau und Tochter unter widrigen Umständen zu leben. Er starb vollkommen verarmt 1976. Lange hatte er gehofft, eines Tages die Früchte für seine zahlreichen Patente zu ernten. Vergeblich.

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Das Auto tauchte im Nachlass auf und es dauerte ganze 30 Jahre, bis seine Bedeutung wirklich ans Licht kam: Die weltweit erste Limousine mit selbstragender Ganzstahl-Karosserie. Aber nicht nur das: Auch der erste voll verstellbare Fahrersitz war an Bord, dazu mitlenkendes Kurvenlicht und ein verstellbares Fahrwerk. Ursprünglich befand sich in diesem Prototyp von 1933-35 ein 600ccm-Zweitaktmotor von DKW.

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Der Urahn aller Kabinenroller: L´Oeuf Electrique von 1942 http://www.oldtimerapp.com/?p=1367 http://www.oldtimerapp.com/?p=1367#respond Fri, 08 Jul 2016 16:50:38 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1367 Der französische Designer und Künstler Paul Arzens (1903-1990) ist einer der bevorzugten Gestalter der französischen Staatsbahnen SNCF gewesen. Aber bereits vor dem Krieg hatte er sich einen eigenen Roadster gebaut, der für viel Aufsehen sorgte. Für „La Baleine“, den Wal, nahm er ein Buick-Chassis der späten 20er Jahre und baute 1938 eine Sieben-Meter-Karosse darauf. Hintergrund für diese enorme Größe war der Platz. In den Kofferraum passten auch ausladende Entwürfe und den Innenraum nutzte Arzens als Atelier…

Arzens La Baleine 1938

La Baleine, der „Wal“ von 1938 auf Buick-Fahrgestell.

Dass ihm dieses Auto für die Pariser Innenstadt dann vielleicht doch zu groß geworden ist, beweist sein spektakulärer Entwurf von 1942: „L´Oeuf Electrique“, das elektrische Ei. Fast schon der Bionik entlehnt präsentiert sich dieser Urvater aller Kabinenroller der 50er Jahre. Und die Rechnung ist ganz einfach. Kaum eine Form ist stabiler als die Kugel und nirgendwo bekommt man so viel Innenraum im Verhältnis zur Außenschale!

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Das Ei von hinten.

Paul Arzens wurde, so wird es erzählt, eines Tages damit in der Pariser Innenstadt von einem sehr interessierten Passanten angesprochen. Kein Geringerer als Ettore Bugatti persönlich war auf das Ei aufmerksam geworden. Dem Leichtbau-Pionier dürfte das Ding auch gefallen haben.

Paul Arzens bewegte das kleine Mobil zuerst mit Elektromotor und großem Blei-Akku, später setzte er einen kleinen Zweitakter ins Heck.

Beide Autos, la Baleine, den Wal und das Ei, hat der berühmte Designer Zeit seines Lebens bewegt! Sie stehen heute als Leihgabe im Nationalmuseum der Franzosen, in der Collection Schlumpf in Mülhausen.

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Heinkel Kabinen und deren Lizenzbauten von Trojan und Dundalk. Gebaut ab 1956, ganze 14 Jahre später.

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8. Schloss Bensberg Classics http://www.oldtimerapp.com/?p=1358 http://www.oldtimerapp.com/?p=1358#respond Sun, 03 Jul 2016 21:33:45 +0000 http://www.oldtimerapp.com/?p=1358 An diesem ersten Wochenende im Juli feierten die Freunde besonderer Sammlerfahrzeuge die 8. Schloss Bensberg Classics hoch über der Rheinebene mit Blick auf Köln. Nach der Technischen Abnahme am Freitag freuten sich rund 80 Teilnehmer auf eine Rallye über die schönen Straßen des Bergischen Landes. Pause wurde in der Mittagszeit im Hof des barocken Wasserschlosses Ehreshoven bei Overath gemacht. Das Wetter war durchwachsen wie im April. Immer wieder schien die Sonne, aber auch immer wieder gab es teils ordentliche Regenschauer. Das alles tat der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch.  Viele Gäste fanden sich am Sonntag ein, um dem Concours d´Elegance im Schlosshof beizuwohnen. Dort gab es wirklich einige sehr seltene und exklusive Raritäten zu sehen.

Peugeot 402 Darl´Mat DSF 1938 Kopie

Unser Favorit: Peugeot 402 Darl´Mat von 1938

Uns gefiel ganz besonders ein Peugeot 402 mit Sonderkarosserie von Darl´Mat. Mehr Bilder gibt es bei uns auf Facebook:

https://www.facebook.com/427865330634863/photos/pcb.1056390021115721/1056388761115847/?type=3&theater

Bentley 3Litre 1924 4 1:2 1927

Bentley 3 Litre von 1923 mit 4 1/2 Litre – Vierzylinder, der noch vor 1930 im Bentley-Werk Cricklewood bei London nachgerüstet wurde. Mit solchen Autos gewann man die 24 Stunden von Le Mans. Auch dieser Open Tourer war im Bensberger Schlosshof zu sehen.

 

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