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Im PS.Speicher Einbeck wurden die Klassiker der Lebenshilfe übergeben

Es wird schon fast zur Tradition, dass die Gewinner der alljährlichen Oldtimerspendenaktion der Lebenshilfe Gießen ihre Klassiker im Einbecker PS.Speicher in einer netten Feierstunde übergeben bekommen.

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Die Gewinner der 21. Oldtimerspendenaktion der Lebenshilfe Gießen, gemeinsam mit den Initiatoren im Foyer des PS.Speichers in Einbeck. Fotos: Achim Gandras / o-y-app.com

Zahlreiche Unterstützer machen die Aktion für den guten Zweck möglich, und auch die GTÜ hat sich wieder am Zustandekommen beteiligt. Was dabei vor nunmehr 21 Jahren mit einem alten Opel Blitz der Feuerwehr und einem Goggomobil begann, hat in diesem Jahr die Rekordsumme von 1,15 Millionen Euro eingespielt! Die Initiatoren Reinhard Schade, Tina Gorschlüter und Tina Kreiling konnten also wieder einen neuen Rekord verzeichnen. Der Erlös wird, wie es Magnus Schneider, Geschäftsführer der Lebenshilfe Gießen berichtete, in den Bau eines neuen Hauses für vom Autismus Betroffene fließen, womit die entsprechenden Plätze von vier auf 16 erweitert werden können. https://www.oldtimerspendenaktion.de/oldtimerspendenaktion.html

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Guido Hommel, Stifter des Mercedes SL, Initiator Reinhard Schade, das Gewinner-Ehepaar des Ersten Preises Sabine und Christian Schulz sowie Moderator Johannes Hübner.

Anschließend wurden die Fahrzeuge übergeben, und es war eine rundum gelungene Veranstaltung, denn alle Gewinner freuten sich ehrlich und wollen ihre neuen Klassiker auch allesamt selbst behalten. Was Wunder auch, sind doch zwei schöne Cabriolets darunter; ein Mercedes SL R107 sowie ein Alfa Spider, dazu ein Daimler V8 und ein Mercedes-Coupé 280 CE der Modellreihe 123. Besonders beliebt war in der 21. Verlosungsaktion der VW „Fridolin“, der knuffige Spezialtransporter der Post mit Schiebetüren, der vielleicht sogar inzwischen das wertvollste Auto in der Reihe sein könnte. Dazu gesellte sich ein Opel Commodore B, ein DAF 66 und schließlich noch eine Simson Schwalbe.

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In der Sonderausstellung zum Rennsport kann man einen von zwei je gebauten Awtowelo Typ 650 mit Zwölfzylinder sehen, die einst im Sachsen der Nachkriegszeit im Auftrag von Stalins Sohn als Reparationsleistung für das Moskauer Stadtparkrennen gebaut worden war.

Die zahlreichen Vertreter der unterstützenden Unternehmen, dazu auch die Spender einiger der Fahrzeuge, freuten sich mit den Gewinnern, die nacheinander Ihre Fahrzeuge übergeben bekommen haben.

Anschließend ging es in mehreren Gruppen auf Entdeckungstour in den PS.Speicher mit seiner aktuellen Sonderausstellung „Tempo, Helden, Leidenschaft“ zum großen Abenteuer des Rennsports.

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Wunderschönes französisches Amilcar CGS „Grand Sport“ von 1928.

Außergewöhnliche Zwei- und Vierräder sind zu sehen, wie der zwölfzylindrige Awtowelo Sokol, der in Sachsen einst für Stalins Sohn als Rennwagen gebaut wurde, dazu Amilcar CGS, Mercedes SSK und Jaguar D-Type, dazu MV Agusta 750 und DKW mit Ladepumpe. Eine weitere Ausstellung zeigt Kleinstwagen der 50er Jahre, darunter ausgemachte Raritäten wie einen Kroboth Allwetterroller, den Fend Flitzer, Vorläufer des Messerschmitt Kabinenrollers, oder auch Mochet und Rovin aus Frankreich, hier fast vollkommen unbekannt. Der PS.Speicher, seit gerade einmal zwei Jahren geöffnet in den Räumen einer alten Kornmühle mit Speicher in Einbeck, entwickelt sich immer mehr zu einem der wohl wichtigsten Museen zur Geschichte der motorisierten Mobilität in Deutschland.

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Eine Opel Motoclub 500 im Originalzustand mit galvanisch cadmiertem Rahmen. Insgesamt 333 Fahrzeuge sind im PS.Speicher zur Zeit in der Dauerausstellung, und sie bieten einen eindrucksvollen Querschnitt durch ein ganzes mobilisiertes Jahrhundert .

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