Der Reiz der Reduktion

Seien wir einmal ehrlich: Brauchen wir eigentlich das ganz große Mäusekino mit drei großen Displays im Armaturenbrett? Hatten wir doch kürzlich einmal das Vergnügen, eine neue S-Klasse von Mercedes zu fahren, die in Puncto Üppigkeit bei der Instrumentierung nun wahrlich keine Wünsche mehr offen lässt. Und klar, es ist schon ganz nett, wenn man in 3D gezeigt bekommt, an welcher Stelle im Rücken die Massage einsetzt. Es ist noch gar nicht so lange her, da waren elektrische Fensterheber ein echter Hingucker. Oder Lesebeleuchtung im Fond. Der Gipfel war auch der Gentleman-Hebel, mit dem der Fiat 130 Coupé – Fahrer seiner Angebeteten   vor der Nase die Beifahrertüre aufschwingen ließ…

Schön zu erkennen ist der Weg zur großen Auswahl in der Entwicklung bei Porsche, wobei wir mit unserem Bildersatz einmal von 1948 bis 1962 den Bogen schlagen möchten: Mit einem Licht– und einem Wischerschalter jedenfalls kann auch schon Freude aufkommen, wie das Titelbild beweist. Es ist das Volant des 356 Speedsters, das vor lauter schlichter Eleganz bis heute Ergriffenheit aufkommen lässt…

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Nummer 1, der Mittelmotor-Roadster aus Gmünd von 1948, präsentiert sich so im Porsche-Museum.

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Mit zwei Rundinstrumenten und Radio sehen wir das 356 Cabriolet mit Karosserie von Gläser aus Neumarkt in der Oberpfalz von 1952.

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Nur 15 Stück entstanden 1952/53 vom 356 America Roadster. Von hier war es nicht mehr weit bis zum Speedster.

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Hinter einem Steuer wie diesem starb James Dean. Der Rennsport-Porsche 550 Spyder mit Gitterrohrrahmen und Königswellen-Motor wurde von 1953 bis 1957 gebaut.

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Der Prototyp des 356 Speedster von 1954.

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Noch einmal Rennsport. Hier eines der Eigenbau-Coupés von Walter Glöckler aus Frankfurt, die Nr. 7 von 1954

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Da war es mit dem ganz schlichten Charme vorbei: Porsche 356 Carrera 2 von 1962.

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