Borgward-Welttreffen in Bremen lockt Tausende

Hier geht’s zum Film: https://youtu.be/EJAfy4MPJBw

Lange hatte die Arbeitsgemeinschaft aus Mitgliedern der verschiedenen Borgward-, Goliath- und Lloydclubs das große Treffen zum 125. Geburtstag des legendären Automobiltycoons Dr. Carl F.W. Borgward vorbereitet. Am verlängerten Wochenende vom 5. bis 8. Mai ging es nun bei Kaiserwetter über die Bühne, und die Liebhaber und deren Gäste und Zuschauer waren in Scharen in die Bremer Überseestadt an der Weser gekommen.

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Kaiserwetter in der Bremer Überseestadt.

Die „Waterfront“ ist ein großes Einkaufszentrum auf dem Gelände der ehemaligen AG Weser Werft, dessen weitläufiges Raumangebot gleich mit Hunderten Fahrzeugen belegt wurde. Viele vom Typ Borgward Isabella als Limousine und Coupé und ebenso viele Lloyd Kleinwagen bildeten das Gros der ausgestellten Fahrzeuge. Dazu kamen einige LKW und Feuerwehren, außerdem sorgte so mancher Kleintransporter von einst für Aufsehen.

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Die fahrbare Nebenstelle der Sparkasse Bremen auf Basis eines B 4500 F.

Klar wurde, dass die seltenen Modelle oft nur als Einzelstücke auftauchten, falls überhaupt. Es war kein fahrbereiter früher Lloyd 300 „Leukoplastbomber“ dabei, und auch die kleinen Kombis waren an einer Hand abzuzählen. In Masse erschienen vor allen Dingen die Alexander und Alexander TS der ersten und zweiten Serie, dazu einige Lloyd Arabella. Selten war der Bus, als Unikat erschien ein Lloyd Alexander Roadster.

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Lloyd Alexander Roadster. Das rare Einzelstück bestach durch feines Finish im Verdeckbereich.

Frühe Goliath waren ebenfalls praktisch nicht vorhanden. Lediglich einige Dreiräder von 1952/53 hielten die Zweitaktfahne hoch. Hansa 1100 waren jedoch reichlich da, außerdem gab sich ein rares Cabriolet die Ehre.

Bei Borgward schließlich lag der Schwerpunkt auf der Isabella, vor allem in den letzten Serien ab 1958. Viele Cabrios darunter, wobei ja nicht wenige nachträglich aus Limousinen und Coupés umgeschneidert worden sind. Spektakulär hingegen ein Hansa Sportcoupé von 1953, das auf eigener Achse aus Dänemark angereist war, dazu zehn oder zwölf Hansa Ponton von 1950 bis 1954, darunter sogar zwei als Diesel. Dreimal war auch die frühe Oberklasse vertreten; zwei Hansa 2400 Pullman waren anwesend, dazu ein rares Hansa 2400 Fließheck-Coupé. Aus der Vorkriegszeit waren nur drei Fahrzeuge anwesend, ein Hansa Lloyd-Pritschen-LKW von vor dem 1. Weltkrieg und vor allem ein hinreißender Hansa 1700 Sport Roadster mit Karosserie von Hebmüller.

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Hansa 1700 Sport Roadster. Der Sechszylinder trägt eine Karosserie von Hebmüller.

Für einiges Aufsehen sorgte auch die umfangreiche Präsenz der wiederauferstanden Marke Borgward, die sich soeben in China formiert und einen neuen SUV vorgestellt hat. In der Szene wird gemunkelt, Daimler könne dahinter stecken, um eine kraftvolle Marke für die E-Mobility zu entwickeln. Das bliebt allerdings noch vollkommen offen. Allerdings sorgte Christian Borgward, Enkel des Patriarchen, für einiges an Authentizität. In Bremen jedenfalls träumt man von einem neuen Fertigungsstandort der Marke Borgward für den Europäischen Markt.

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Ein weiters Nebenthema war die Saisoneröffnung des Oldtimerzentrums „Schuppen 1“, in dem ebenfalls eine interessante Sonderschau zum Thema Borgward für Aufsehen sorgte.

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