Schatzkästlein des Wirtschaftswunders

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Das Auto- und Uhrenmuseum Schramberg hat sein Haupthaus in einer alten Uhrenfabrik. Auf fünf Etagen erwachen Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder eindrucksvoll wieder zum Leben.

Wir haben für Euch das Auto- und Uhrenmuseum in Schramberg besucht. Eine alte Manufaktur  im Schwarzwald, in der man auf fünf Etagen eine wunderbare Zeitreise erleben kann, die von der „Stunde Null“ nach Kriegsende 1945 bis in die späten 50er Jahre führt. Der Kern ist die spektakuläre Sammlung von Martin Sauter, der unglaubliche Raritäten aus diesen erfindungs- und entbehrungsreichen Zeiten zusammengetragen hat.

Gutbrod Sport Wendler 1952 593cc 27PS Kopie

Den muss man erst einmal kennen: Gutbrod Superior Sport Roadster mit Karosserie von Wendler. Eine absolute Rarität.

Darunter befinden sich nicht wenige Einzelstücke, die einen ganz besonderen Fokus auf diese Epoche ermöglichen. Garniert wird das alles mit liebevoll inszenierten Dioramen, vom Trümmerhaufen des Kriegsendes über das Behelfsheim 1946 für die Ost-Flüchtlige bis hin zur Kalipso-Bar der 50er, als es so richtig bergauf ging.

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Sammlertraum der Szene: Das Bastert-Einspurauto aus Bielefeld. Die Sammlung von Martin Sauter hat aber auch Exponate zu bieten, die einmalig sind.

Das Museum besitzt aber noch zwei weitere Abteilungen in separaten Gebäuden. Einmal kann man die wechselvolle Erfolgsgeschichte des Dieselmotors erleben, außerdem zeigt die Sammlung Steim aus dem Umfeld der Junghans-Uhrenmanufaktur einige atemberaubende Reihen an Sammlerfahrzeugen der ersten Kategorie aus der internationalen Szene. Vom fast unbekannten Phaeton der 20er Jahre über Straßenkreuzer und Luxuslimousinen bis hin zum rassigen Sportwagen.

So findet in Schramberg nahe Rottweil im Schwarzwald ein jeder Enthusiast sein Elixir…

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„Veloton“-Fahrradradio mit eingebautem Scheinwerfer

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Brütsch V2 und Mopetta. Ist der kleine Einsitzer inzwischen öfter mal wieder als Kuriosität zu sehen gewesen, da er auch nachgebaut wird, ist der Roadster im Vordergrund glatt einer Blauen Mauritius vergleichbar.

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Szenenwechsel mit anderer Halle im selben Museumskomplex: Die Sammlung Steim bietet ebenso Hochkarätiges, jedoch aus dem Luxussegment, wie hier mit dem Simplex-Rennwagen im Vordergrund.

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Und Straßenkreuzer! Hier der Studebaker Commander mit seiner unverkennbaren „Bullet-Nose“ aus der Feder des legendären Raymond Loewy.

Hier gibt´s mehr: http://www.auto-und-uhrenwelt.de/de/Home

Ein Gedanke zu „Schatzkästlein des Wirtschaftswunders

  1. Wilfred Lichtenberg

    Die bisherigen Ausführungen zum Thema Hotchkiss fand ich sehr interessant, da selten auf dem europäischen Markt. Auch das Thema Kleinwagen als Oldtimer trifft so ziemlich den Zeitgeist des Interesses. Ich selbst fahre leider keinen Oldtimer, lediglich vor mehr als vierzig Jahren fuhr ich eine LLoyd Arabella, die würde ich heute brennend gern wieder haben wollen. Aber Platz und Geld reichen leider nicht, daher lese ich viel Restaurationsberichte über Old- und Youngtimer.

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